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Antje Kurz-Möller ist beim Movie Park Germany als Director Public Relations angestellt und schon seit 2002 insbesondere für die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich. Studiert hat sie an der Westfälischen Wilhelms Universität in Münster mit Magisterabschluss im Bereich der Geisteswissenschaften. Bevor sie vom Movie Park engagiert wurde, hat sie praktische Erfahrungen bei der vom Hoff Kommunikation GmbH gesammelt, welche etablierte Unternehmen bei deren Kommunikationspolitik unterstützt.
 
 

     
     
     
  Sehr geehrte Frau Kurz-Möller,
herzlichen Dank, dass Sie sich für ein paar Fragen zur Verfügung gestellt haben. Sie haben eine akademische Ausbildung und praktische Erfahrungen in der freien Wirtschaft gesammelt bevor Sie zum Movie Park gekommen sind. Welche Gründe sprachen dafür, sich auf die Freizeitparkbranche und im Speziellen den Movie Park zu konzentrieren?
 
 
Ich wollte nach einigen Jahren in einer Agentur auf die Unternehmensseite wechseln, las die Anzeige des Movie Parks, fand das Aufgabenspektrum spannend, bewarb mich und wurde genommen. Ich hatte vorher überhaupt keine großartige Affinität zu Freizeitparks.
 
 
     
     
     
     
  Als Führungspersönlichkeit des Movie Parks sind Sie Teil des Managements und können strategische Entscheidungen mit prägen, ein Traumjob für viele Freizeitparkfans. Wie sieht einer Ihrer typischen Arbeitstage aus?  
 
Erfreulicherweise gibt es den typischen Arbeitstag für mich nicht, denn jeder Tag ist irgendwie anders. Meine Arbeit ist extrem abwechslungsreich: ich schreibe Pressemitteilungen, gebe Interviews, plane Veranstaltungen, sitze natürlich auch in Meetings, führe Gespräche mit Mitarbeitern, telefoniere viel, beantworte eine Unmenge von E-Mails und kümmere mich außerdem noch um die interne Kommunikation und den Gäste Service.
 
 
     
     
     
     
  Wenn Sie sich selbst eine neue Attraktion für Ihren Movie Park aussuchen könnten. Was wäre das für eine und wie wurden Sie diese gestalten?  
 
Ehrlich gesagt würde ich keine Attraktion bauen, sondern ein Hotel.
 
 
     
     
     
     
  Ein Freizeitpark, der sich als Kernkompetenz mit dem Thema "Film" auseinandersetzt, muss automatisch viele Lizenzgebühren bezahlen. Gelder, die konkurrierende Parks in andere Projekte investieren können. Ist es für Sie dadurch schwieriger, teurer und mit mehr Aufwand verbunden in der Branche zu bestehen?  
  Natürlich müssen wir die Lizenzen bezahlen und wir müssen uns an die Design Vorgaben der Lizenzgeber halten, was Bau- und Entscheidungsprozesse beeinflusst. Wir wissen allerdings, dass es sich lohnt und in steigenden Besucherzahlen widerspiegelt.  
     
     
     
     
  Das Filmgeschäft ist sehr schnelllebig. Stars, Geschichten und Figuren die heute sehr begehrt sind, können in einem halben Jahr schon ihren Reiz verlieren. Nach welchen Gesichtspunkten werden die Charaktere in den Park integriert?  
  Wir führen Analysen durch wie beliebt ein Thema oder eine Figur ist und ob sie für unser Publikum von Interesse ist. Dann wird geprüft, ob die Lizenz verfügbar und bezahlbar ist.  
     
     
     
     
  Traumlandpark, Bavaria Studios, WBMW und Movie Park (Star Parks). Viele Betreiber haben nach kurzer oder langer Zeit das Handtuch geschmissen. Was wurde nach Ihrer Meinung falsch gemacht?  
 
Über die Geschichte der Parks auf unserem Grundstück ließe sich mit Sicherheit ein Buch schreiben. Aber es ist falsch zu glauben, dass die Betreiber immer etwas falsch gemacht haben und deshalb der Park verkauft wurde. Oft sind es externe Faktoren, die eine große Rolle gespielt haben. Zu den Vorgängerparks kann ich nichts Konkretes sagen. Aber z.B. Six Flags hat sich 2004 aus ganz Europa zurück gezogen, das hatte also nichts mit unserem Park zu tun. Der Eigentümer von Star Parks war eine Investmentfirma, deren Ziel es nun mal ist, Firmen zu kaufen, zu investieren und zu verkaufen. Also nichts Ungewöhnliches und für uns war es gut, da viele Investitionen getätigt wurden. Insofern kann man nicht sagen, dass unbedingt immer etwas falsch gelaufen ist.
 
 
     
     
     
     
  Wie wichtig ist heutzutage Social Media und insbesondere die Kommunikationsplattform Internet-Forum für den Movie Park?  
 
Klar, dass das für uns in den letzten Jahren immer wichtiger geworden ist. Wir waren selbst Vorreiter in Sachen parkeigener Blog und sind seit dem letzten Jahr bei facebook, wo unsere Freunde-Zahlen stetig wachsen. Es macht großen Spaß so direktes Feedback von unseren Gästen zu bekommen. Internet-Foren verfolgen wir natürlich auch interessiert.
 
 
     
     
     
     
  Ihre neue spektakuläre Attraktion heißt "Van Helsings`s Factory", eine Indoorachterbahn im ehemaligen Gebäude der Gremlins Invasion. Von den 5 Mio. Euro Investitionskosten wurden rund 40% für das Theming aufgebracht. Auf welche besonderen Effekte dürfen sich die Besucher freuen?  
  Es gibt tolle Sound-Effekte. Extra für die Achterbahn würde ein eigener Soundtrack in den USA komponiert und eingespielt. Dann natürlich die Video-Installationen auf mehreren Leinwänden und besonders spektakulär: die Nebel-Leinwand durch die die Gäste fahren.  
     
     
     
     
  Bei der Wahl der Achterbahn hat man sich für einen viersitzigen Bobsled Coaster der Firma Gerstlauer entschieden, wovon weltweit acht Exemplare in Betrieb sind, allerdings nur Ihre Bahn Indoor erlebt werden kann. Was waren die entscheidenden Gründe für die Wahl dieses Coastertyps von Gerstlauer aus Münsterhausen?  
 
Wir waren bei der Auswahl natürlich etwas eingeschränkt, da die Halle, in der die Bahn entstehen sollte, ja schon stand. Eine besondere Herausforderung, die die Firma Gerstlauer am schnellsten und bestens angenommen hat. Sie haben uns durch Qualität, Professionalität und gute Ideen überzeugt.
 
 
     
     
     
     
  Die Firma TAA hat den Zuschlag für die Ausstattung bekommen. TAA hat verschiedene Vampirthemen auf der EAS vorgestellt. War das ein Grund warum man sich für die Firma entschieden hat?  
  Nein. Wir hatten ein normales Ausschreibungsverfahren für die Thematisierung. TAA hat das beste Angebot gemacht und den Zuschlag erhalten.  
     
     
     
     
  Seit Mai 2010 ist der Park in spanischer Hand. Die Betreiberkette Parques Reunidos hat sicherlich einiges vor. Können Sie uns sagen in welche Richtung sich Movie Park Germany in Zukunft entwickeln wird?  
  Ja, wir sind jetzt Spanier und sehr zufrieden damit. Wir werden sicherlich in Zukunft unserer Strategie eines familien-orientierten Film- und Freizeitparks fortsetzen. Genauere Pläne für die Zukunft wollen wir momentan noch nicht verraten.  
     
     
     
  Der amerikanische Film spielt in Filmparks oft eine wichtige Rolle. Harry Potter wurde beispielsweise sehr erfolgreich im Universal Orlando Resort verwirklicht. Deutsche Produktionen sind nur sehr selten zu finden. In den Bavaria Studios Grünwald wird Bully Herbig ein ganzer Themenbereich unter dem Namen "Bullyversum" gewidmet. Wären deutsche Produktionen wie zum Beispiel "Hui Buh", die man sehr nett in eine Familienattraktion verpacken könnte, für den Park denkbar oder möchte man eher der amerikanischen Linie treu bleiben?  
  Grundsätzlich denken wir eher daran, der amerikanischen Linie treu zu bleiben.  
     
     
     
     
Das Halloween- Horror Fest zählt zu einer der Höhepunkte und wurde schon unzählige Male ausgezeichnet. Was ist das Geheimnis Ihres Erfolgs? Ist die Veranstaltung noch steigerungsfähig?
 
Als wir mit dem Halloween Horror Fest angefangen haben, war Halloween in Deutschland noch gar nicht so bekannt. Nun sind wir die größte Halloween Veranstaltung in Deutschland und dies sicherlich auch, weil wir etwas Einzigartiges bieten. In unserem Einzugsgebiet gibt es keine vergleichbare Veranstaltung. Der Reiz, sich selbst den gruseligen und schockierenden Momenten auszusetzen, ist ungebrochen. Wir denken, dass wir in diesem Jahr die Qualität des Halloween Horror Festes noch mal steigern können. Allerdings müssen wir auch im Hinterkopf behalten, dass unsere Kapazitätsgrenze am letzten Oktoberwochenende erreicht ist, weshalb auch in diesem Jahr Tickets für den 29., 30. und 31. Oktober nur im Verkauf angeboten werden.
 
 
     
     
     
 
Das Interview hat Torsten Jansen für freizeitparkfun.de geführt.
Für die Fragen sind Torsten Jansen, Piringer Manfred, Mario Pauritsch und Christian Albers verantwortlich. Wir bedanken uns bei Frau Antje Kurz-Möller für das Interview und wünschen Ihnen alles Liebe und Gute und für die Zukunft viel Erfolg.

 
 
     
 

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